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Jane Getter Premonition

Jane Getter Premonition

06. August 2016 23:30

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SZentrum Schwaz

Jane Getter Premonition

Ein Begriff fällt bei der aktuellen Band „Premonition“ unter der Leitung von Jane Getter nur allzu schnell: Supergroup. Wenig verwunderlich bei diesem Line-Up. Neben Jane Getter sind auch Alex Skolnick an der Gitarre, Adam Holzman an den Keyboards, Mark Egan am Bass, Chad Wackerman am Schlagzeug und Chanda Rule als Sängerin beim diesjährigen Outreach zu hören.

Rein vom Line-Up her gesehen ist diese Bezeichnung also zutreffend. Doch sie würde dieser Band auch Unrecht tun, schwingt doch beim Begriff „Supergroup“ immer auch mit, dass sich Spitzenmusiker zusammentun um beim gemeinsamen Kräftemessen wenig songdienlich vor allem allzu virtuose Ergebnisse auf die Hörerinnen und Hörer loszulassen. Das trifft auf „Premonition“ ganz und gar nicht zu.

Das beeindruckende musikalische Ergebnis auf dem aktuellen Album „ON“ lässt sich am besten als vorläufiger Endpunkt eines langen Prozesses beschreiben. Jane Getter begann mit akustischer Folk-Musik bevor sie den Jazz für sich entdeckte. Mehr und mehr interessierte sie sich auf für die Verbindung von Jazz mit Rockmusik. In letzter Zeit entdeckte der Fusion-Fan Jane Getter auch die Spielart Progressive-Rock zunehmend für sich – wohl nicht zuletzt durch ihren Ehemann Adam Holzman, der Keyboarder in der Band des Prog-Rock-Halbgottes Steven Wilson ist.

Überaus bemerkenswert ist, dass diese Einflüsse und Vorlieben nicht wie disparate Elemente nebeneinander stehen bleiben, sondern dass sich, vor allem auch mit Hilfe der exzellenten Musikerinnen und Musiker, gänzlich neue Wege auftun. So entsteht Musik, die weder „reiner“ Fusion-Rock, noch Jazz-Rock, noch Progressive-Rock ist, sondern mit all den Vorzügen dieser Genres spielt. Mit hoher Musikalität wird ein innovativer Stil-Hybrid geschaffen, der zugänglich und komplex zugleich ist. Während es Kompositionen gibt, die sich auch in Rock-Radio-Formaten gut machen würden wird an anderen Stellen der Komplexitäts-Grad deutlich angezogen.

Bei aller der Vielfalt und der Abenteuerlust behält diese virtuose Band aber stets den Überblick und die Hörerinnen und Hörer im Auge. Keine Virtuosität um der Virtuosität Willen. Keine Tendenzen der Selbstherrlichkeit, die man bei so manch anderer Supergroup feststellen kann. Sondern „nur“ Spielfreude und Lust an der Musik. Ganz pur, unverfälscht, ohne Scheuklappe und ohne musikalische Limitierungen.

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