MMMM – Münchner Musikkritiker machen Musik

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MMMM – Münchner Musikkritiker machen Musik

MMMM – Münchner Musikkritiker machen Musik

Schuster bleib bei deinen Leisten und Musikkritiker bleib bei deinen Texten, Rezensionen und Kulturkritiken. Ansonsten kann gehörig etwas schiefgehen oder altbekannte Klischees könnten sich als absolut unwahr herausstellen. Wo kämen wir auch hin, wenn wir Musikkritiker nicht mehr als gescheiterte Musiker ansehen könnten, die ihren Selbsthass mit überkritischen und gerne auch vernichtenden Kritiken auf die Musiker projizieren, die mehr Mut, Können und Durchhaltevermögen bewiesen haben.

Gegen diese oder ähnlich lautenden Vorurteile treten renommierte Münchner Musikkritiker aus dem Jazz-Segment an. Was 2009 mit einer Idee von Katarina Ehmki und Wolfgang Schmid begann hat sich als überraschend langlebig und tragfähig erwiesen. Der Rollenwechsel vom Musikkritiker zum praktizierenden Musiker, der sich damit nicht zuletzt auch der Kritik von Kritikern aussetzt ist nicht nur ein Gimmick, sondern ein ernsthafter Versuch sich den Größen des Jazz nicht schreibend, sondern spielend anzunähern.

Die Kritiken für die Kritiker fallen insgesamt nicht immer einhellig begeistert aus. Mancher Kritiker möchte den Kritikern wohl auch als Prinzip Hybris und Themenverfehlung unterstellen. Etwaige kleine Schwächen, schließlich ist man ja doch mehr schreiberisch als spielerisch tätig, überspielen die Musikkritiker aber auf der Bühne mit sehr viel Leidenschaft und Emphase. Nicht zuletzt kommt ihnen von Zeit zu Zeit und fast immer zur rechten Zeit bei alldem auch ihr Jazz-Wissen zugute, sodass man problemlos und gekonnt Umwege begehen und sich Freiheiten erspielen kann ohne sich zu verirren. Das Publikum folgt den musikalischen Kritikern bei ihren Konzerten jedenfalls gerne auf diesen Pfaden und lässt die eigenen Urteile zumeist sehr wohlwollend bis überaus positiv ausfallen.

Besetzung